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Arbeitskreis Sainte-Foy

Das sind wir

Die Partnerschaft zu Sainte-Foy lès Lyon ist die älteste der drei Limburger Städteverschwisterungen. Im Arbeitskreis (AK) Sainte-Foy kümmern wir uns um die Verbindung mit unseren französischen Freundinnen und Freunden. Wir organisieren Ausflüge, Kurzreisen und Kulturveranstaltungen mit französischem Flair. Im Vorfeld von großen Städtepartnerschaftstreffen organisieren wir zudem die Verteilung unserer Gäste auf Gastfamilien.

Zudem pflegen wir typische französische Feste wie die Fête des Rois im Januar und genießen den Beaujolais Primeur mit einem französischen Konzertabend im November.

Wir freuen uns über Unterstützung und engagierte Mitarbeit. Melden Sie sich gerne bei der Vorsitzenden unseres Arbeitskreises.

Kontakt aufnehmen

Wenn Sie bereits Mitglied in unserem Verein sind und im Arbeitskreis Sainte-Foy mitmachen möchten, melden Sie sich gerne bei der Vorsitzenden Doris Huber:

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Aktuelles: Städtepartnerschaftsverein Limburg besucht Metz

Metz - die Schöne - immer dazwischen

 

Vom 15. bis 17. Mai 2026 unternahm der Arbeitskreis St-Foy-lès-Lyon in guter Tradition eine Fahrt nach Metz in Lothringen. Die ursprünglich keltische Siedlung entwickelte sich im Schnittpunkt von verschiedenen Handelsstraßen zu einer bedeutenden römischen Metropole namens Divodurum Mediomatricom. Zwischen den Armen der Mosel und der Seille wuchs die Siedlung mit Brücken, Brunnen und Inseln. Ein römisches Aquädukt „Aqueduque de Gorze á Metz“ sicherte die Wasserzufuhr. Seit dieser Zeit prägen auch Verteidigungsbauten mit Mauern, Bastionen und Kasernen die Stadt. Und die hierstationierten Soldaten wollten unterhalten werden. Der Drache Graoully herrschte im Amphitheater, bis der erste Bischof Clemens ihn auf eine der Inseln lockte, wo er ertrank.

 

Damit war eine neue Zeit angebrochen. Italienische Patrizierfamilien bauten Stadtpaläste an der Stadtmauer, so dass man sich an die Toskana erinnert fühlt. Die gotische Kathedrale St.-Étienne überstrahlt als Wahrzeichen auf dem zentralen Hügel die Stadt. Das gelbe ´Sonnengestein´ taucht die ganze Stadt mit ihren Mauern, Klöstern und Kirchen in ein gelbes warmes Licht. Metz ist die französische Hauptstadt des Departements ´Moselle´, eine Stadt, die heute mit Gärten und Panoramen und dem Licht der Kirchenfenster vom Mittelalter bis zu neuen Schöpfungen von Marc Chagall und Jean Cocteau bezaubert.

 

Dazu kommen barocke Anlagen. Eine Oper und ein Theater zeigen, wie die Franzosen die Stadt mit Brücken und Blicken über zentrale Insel hinaus gestalteten.

 

Mit dem westfälischen Frieden gehörte die Stadt ab 1552 zu Frankreich, aber in zweiprägenden Perioden, 1871-1918 und 1940-1944, gehörte sie zum Deutschen Reich. Wilhelm II verwendete bewusst einen grauen Sandstein aus den Vogesen, um auf die andere Kultur der Deutschen hinzuweisen. Auch die Zeitepoche des 19. und 20.Jahrhunderts hat die die Stadt geprägt. In der Neustadt reihen sich prächtige Villen in verschiedenen Neo-Stilen aneinander. Metz ist nur 80 Km von Verdun entfernt, wo im 1. Weltkrieg in der „Hölle von Verdun“ etwa 600.000 französische und deutsche Soldaten starben.

 

Hinter dem Bahnhof lohnt die Dependance des Museums Centre Pompidou aus Paris immer einen Besuch. Beeindruckend war der Besuch in der Maison ´Robert Schumann´, ein den verschiedenen Kulturen zugetaner Mann, der ab 1947 für die deutsch-französische Aussöhnung eintrat. Er formulierte mit Jean Monnet den Vertrag für eine gemeinsame Kohle- und Stahlproduktion (Montan-Union) zwischen Deutschland und Frankreich. Dies war der Vorläufer der Europäischen Union, weshalb Schumann auch als Vater der Union bezeichnet. Ein belesener, schlauer, bescheidener Mann, der fünf Sprachen sprach und die Politik als Kunst des sich gegenseitigen Zuhörens bezeichnete.


Die Exkursion machte allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern noch einmal klar, wie kurz die jüngste deutsch-französische Freundschaft erst andauert, wie intensiv sie von engagierten Menschen vorangetrieben werden musste und wie wichtig es ist, sie mit gegenseitigen Besuchen und Gesprächen immer wieder lebendig zu halten. Metz hat es der Gruppe leicht gemacht, die Plätze, Gärten und Gaststätten, der Mirabellenkuchen und -schnaps und die Patisserien und Museen auch bei manchmal widrigem Wetter zu genießen (Abbildung 5). Freundinnen und Freunde, die sich schon lange kennen, kamen ins Gespräch mit neuen Mitgliedern des Vereins. Erste Planungen zum Weihnachtsmarkt wurden bereits beim Abschlussessen miteinander verabredet. Herzlichen Dank für das Ehrenamtliche Engagement von Doris und Werner Huber!

Bettina Oppermann

Verein für Städtepartnerschaften Limburg e.V.

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